Mittwoch, 6. Dezember 2017

Gewinnspiel!

Gewinnspiel!
Wie versprochen gibt es passend zum Adventskalender auch ein Gewinnspiel. Teilnehmen könnt ihr bis zum 24.12. um 21.00 und zwar ab heute. Es wird ein Paket geben, welches neben Goodies von der Buchmesse auch Bücher enthält. Habt Nachsicht mit mir, das es sich hierbei auch um ältere Bücher (kein Urgestein) und Mängelexemplare halten muss, dafür aber mehrere).
Für ein Los im Topf einfach diesen Beitrag kommentieren, wie ihr die Geschichten im Kalender findet und was vielleicht eurer bisheriger Favorit ist. Für ein weiteres Los kommentiert auch auf Facebook (achtet darauf dass ihr den gleichen Namen nutzt) und/oder Instagram.
Am 24. lasse ich dann die Glücksfee entscheiden!
Teilnahmebedingungen:
- Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
- Für eventuelle Verluste auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
-Die persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet. Mit eurem Kommentar stimmt ihr zu.
- Das Gewinnspiel läuft parallel auf meinem Blog und Instagram
- Das Gewinnspiel endet am 24.12.17 um 21:00

Sonntag, 3. Dezember 2017

Adventskalender 2017

Für all diejenigen, die es noch nicht gemerkt haben:
Wir haben Dezember und damit ist der Adventskalender in vollem Gange!
Ihr habt mir eure Geschichten geschickt und es sind wirklich richtig tolle Texte dabei, bei denen es mir viel Freude bereitet, diese laut zu lesen.
Den Links zu allen Texten und den Audio-Versionen findet ihr gesammelt unter https://www.youtube.com/channel/UC9svO-oqVFcQQ0GAyWBh9KA

Schaut vorbei, lasst eure Kommentare da und genießt die Zeit bis Weihnachten!
Merry Christmas!

Rezension: Der schwarze Schlüssel (Amy Ewing)

@ S.Fischer Verlage
Titel: Das Juwel - Der schwarze Schlüssel
Originaltitel: The Black Key"
Autorin: Amy Ewing
Verlag: Fischer FJB
Format: Hardcover
Seitenzahl: 400
Genre: Dystopie/ Fantasy
ISBN: 978-3-8414-4019-8
Preis: 18,99
Übersetzung: Andrea Fischer
Erscheinungsdatum: 2017
Altersfreigabe: Ab 14 Jahre
Reihe: Band 3 von 3
     
    Violet kehrt ins Juwel zurück - die Entscheidung
    Endlich bekommt Violet die Gelegenheit, sich an ihrer Herrin zu rächen. Der Geheimbund Der schwarze Schlüssel bereitet den Aufstand gegen den Adel vor, Violet soll die Rebellion anführen und die Mauern zwischen den Kreisen der Stadt zum Einsturz bringen. Doch ihre kleine Schwester Hazel sitzt im Kerker der grausamen Herzogin vom See. Nachdem Violet alles gegeben hat, um aus dem Juwel zu entkommen, muss sie jetzt ins Herz der Finsternis zurückkehren.

    Das fesselnde Finale der Bestseller-Trilogie >Das Juwel<
    Optisch passt das Cover sehr gut zu den beiden anderen Büchern. Es ergänzt sich gut und die schwarze Farbe orientiert sich toll am Titel, so wie es auch bei Band 2 der Fall war.
    Was mich aber stört und mir erst jetzt auffällt ist, das das Mädchen auf dem Cover braune Haare hat. Im Buch aber steht, das Hazel und auch Violet schwarze Haare haben. Demnach ist das Mädchen auf dem Cover nicht Violet sondern irgendein Mädchen, die nicht aus der Geschichte stammt. Schade.
    Trotzdem schönes Cover und auch hier wieder mit hervorgehobenen Glitterlementen auf dem Schutzumschlag.
    Das Buch startet direkt im Geschehen, Raven und Violet sind dabei die Mädchen aus Southgate und Co. in ihre Gaben einzuweisen, ehe es für diese zur Auktion geht. Dieses Jahr wollen sie das Juwel stürzen und die Mädchen nicht zu Surrogaten werden lassen. Nicht mehr.
    Spannungsmäßig hält sich das Buch gut an die beiden ersten, wenngleich die Spannung an sich nicht sonderlich hoch ist. Es passieren Dinge und es passieren schlimme Dinge, aber auf mich übertragen hat es sich nicht sonderlich.
    Die Geschichte scheint auf den ersten Blick wirklich gut durchdacht, folgt einem roten Faden und auch die Figuren sind noch immer sie selbst. Ich kam, obwohl die beiden ersten Bücher bereits eine Weile zurück liegen, recht gut in den Text rein. An manches hab ich mich erinnert, an manches nicht. Allerdings hat mir hier ein wenig die Authentizität gefehlt. 
    Irgendwie vermisste ich Raven und die anderen Mädchen, ich vermisste Ash und das Abenteuer. Irgendwie wirkte Violet so... leer? Manche Formulierungen der wörtlichen Rede waren merkwürdig übersetzt, Violet fehlte es an Charakter und irgendwie möchte ich es nicht, dass sie von allen nicht erkannt wurde außer von denen, bei denen es nicht schlimm war, da sie ihr helfen würden. Es war als würde Violet alles in den Schoß fallen und das hat genervt. Außerdem war mir Violet zu kaltherzig. Es sind Menschen gestorben, Menschen die sie kannte und liebte, und dennoch machte sie einfach weiter. Ein kurzer Moment der Überraschung und schon war es, als ob nichts passiert wäre. Hallo? Das waren ihre Freunde! Das macht doch irgendwas mit einem?
    Außerdem ist ihr und ihren Geschwister völlig egal, was mit der Mutter ist. Anstelle später erst einmal dorthin zu fahren und zu sagen, dass es ihnen gut geht, wandern sie Tagelang irgendwo rum. Alles erscheint mir ein wenig leer, zusammengewürfelt um endlich ein Ende zu schaffen, abgehetzt, stumpf. 
    Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch und sie war auch gut, nur eben auch nur gut. Nicht mehr. Nicht der Abschluss, den ich erhofft hatte. Aber gut.
    Die Handlung war also für mich nicht immer nachvollziehbar und man kann sich bereits denken, wie das Buch ausgeht, anhand dessen, was sonst noch alles in dem Buch passiert.
    Genre war wie immer passend, wirklich nachklingen tut das Buch aber leider nicht.
    Nicht der Abschluss, den ich mir gewünscht hätte, aber dennoch gut.
    Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem. 
    Bei FISCHER FJB erschienen die drei Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, ›Die Gabe‹, ›Die Weiße Rose‹ und ›Der Schwarze Schlüssel‹ die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren.
    (Zitiert von fischerverlage.de)

    Montag, 27. November 2017

    Rezension: Das Blubbern von Glück - Barry Jonsberg

    @cbt-Verlag
    Titel: Das Blubbern von Glück
    Originaltitel: My Life as an Alphabet
    Autor: Barry Jonsberg
    Format: HC, 12,5 x 18,3
    Seitenzahl: 256
    Genre: Roman
    ISBN: 978-3-570-16286-6
    Preis: 9,99
    Übersetzung: Aus dem Englischen von Ursula Höfker
    Erscheinungsdatum: 08.08.2016
    Altersfreigabe: Ab 10 Jahren
    Reihe: Nein

      Ein Buch, dass jeden Leser glücklich macht

      Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...
      Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.

      Candice ist nicht wie alle anderen aber darum nicht weniger perfekt. Seit dem Tod ihrer Schwester fehlt in ihrer Familie das Glück. Und als es in der Schule die Aufgabe gibt, eine Autobiographie als Alphabet zu sich zu schreiben, da legt Candice erst richtig los. Während sie ihr Leben in einem eigenen kleinen Alphabet festhält, setzt sie alles daran, in ihrem Leben wieder ein bisschen Glück zu haben. Manchmal bringt sie bei ihren Versuchen die Menschen zum Lachen, manchmal zum Weinen. Aber das wichtigste ist, das nicht nur die Anderen, sondern auch Candice ein klein wenig glücklicher werden.
      Ich mag das Cover. Für mich drückt es den Inhalt der Geschichte gut aus und das ist nicht sonderlich leicht. Wie stellt man die Story einer (womöglich) authistischen zwölfjährigen da, die ihr Umfeld glücklicher machen will. Die Antowort ist: So. Ich finde beim Anblick blubbert es in einem ein wenig vor Glück, genauso wie beim Lesen.
      Dieses Buch ist mir zufällig bei ReBuy unter die Augen gekommen und prompt in meinem Warenkorb gelandet. Ich fand die Geschichte interessant und stellte sie zu meinem SuB in mein Regal. Kürzlich dann suchte ich nach einem Buch ohne Fantasy oder grausige Zukunftsszenarien, wie ich sie sonst gerne lese. Ich wollte ein Buch für das Herz und für ein positives Gefühl. Ich sah das Buch in meinem Regal und dachte: Das hier passt doch. 
      Ich brauchte nicht lange für die Geschichte von Candice und konnte es super zwischendurch lesen. 
      Candice ist ein außergewöhnliches Mädchen, ich muss sagen, das ich sie wirklich gerne zur Freundin hätte. Sie ist ehrlich, sie kann nicht anders, sie mag Wörter (sehr sogar) und ist eine treue Freundin. Sie macht sich Gedanken um das Wohlergehen anderer und versucht dieses aufrecht zu erhalten. Und das mit zwölf. Ich mag sie und ich mag ihre Art durchs Leben zu gehen. Es lässt einen nachdenken und reflektieren, zumindest war es bei mir so, und das ganz ohne Druck oder Zwang. Man tut es einfach.
      Die Geschichte hat keine richtige Spannung sondern immer wieder Momente in denen etwas mehr passiert und dann wieder etwas weniger. Und es passt zum Buch. 
      Der Autor schreibt verständlich, flüssig und direkt aus Candice' Kopf heraus. Direkt am Anfang wird klar, warum das Buch in A-Z unterteilt ist und jeder Charakter hat sein Leben und das ist zu spüren. Auch die anderen Charaktere sind mir sympathisch und ihre Anzahl durchaus angemessen. 
      Die Idee des Buches ist gut umgesetzt worden und der Inhalt ist mir auf diese Art und Weise noch nicht untergekommen. In dieser Kombination. 
      Die Geschichte hat einen roten Faden, dem sie folgt, und eine überzeugende Handlung.
      Das Ende an sich ist abgeschlossen, trotzdem bleiben bei mir Fragen offen. Wie ist es Candice' Eltern ergangen, was ist mit Douglas und Erdferkel-Fisch, was ist mit Jen und Denielle? 
      Sie alle haben ein Leben und ich würde wissen, wie es danach weitergegangen ist.
      Wie das Buch ausgeht weiß man am Anfang nicht, nur das es vermutlich in Kapitel Z passiert. Die Handlung ist nachvollziehbar und das Genre passend.
      Ein wundervoller Roman über das kleine bisschen Glück, das sich immer irgendwo versteckt. 
      Nach seinem Studium in Englisch und Pyschologie widmete sich Barry Jonsberg lange dem Beruf des Lehrers, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mittlerweile haben seine Bücher viele Preise gewonnen und er selbst gilt als einer der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren des australischen Raumes. Dort, genauer gesagt in Darwin, lebt Jonsberg mit Frau, Kindern und zwei Hunden. 

      Sonntag, 26. November 2017

      Jedes Ende ist auch ein Anfang

      Es ist Sonntagabend und damit ist die Buchmesse in Berlin nun offiziell vorbei. Es waren zwei anstrengende, aber super schöne Tage. Ich habe endlich einmal Gesichter hinter den Blogger- und Facebookprofilenen gesehen, ich habe nette Gespräche mit den Käufern meiner Bücher aber auch anderen Messebesuchern und Autoren geführt. Ich habe Bücher verkauft und damit hoffentlich einigen Menschen eine tolle Lesereise. Gerne dürft ihr mir Fragen per Mail schicken und über Rezensionen bei Amazon & Co. freue ich mich als Autorin besonders. Ihr müsst dabei nicht so ausführlich sein, wie manche Blogger. Hauptsache ihr gebt eure Meinung ab, das freut mich schon sehr und ist sicherlich kein Hexenwerk.
      Die nächste Woche werde ich meine Messe-Ausbeute genauer untersuchen, endlich an meinem neuen Projekt weiterschreiben und euch auch einen Bericht von der Messe auf diesem Blog dalassen.
      War jemand von euch auf der Buchmesse und hat vielleicht sogar an meinem Stand vorbeigeschaut?
      Ich freue mich von euch zu hören.

      An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal auf meine Adventskalender-Aktion aufmerksam machen. Noch gibt es freie Plätze für eure Kurzgeschichten (max. 5 Seiten) und Gedichte. Es sind schon wirklich tolle Texte bei mir eingegangen und das (Vor-)Lesen macht mir großen Spaß.
      Bis zum 1.12. könnt ihr mir unter lunau-fantasy@web.de eure Texte schicken.
      Ich freue mich.

      Jetzt aber einen entspannten Sonntag-Abend!

      Donnerstag, 23. November 2017

      Rezension: Wir fliegen, wenn wir fallen - Ava Reed

      Titel: Wir fliegen, wenn wir fallen
      Autorin: Ava Reed
      Verlag: Ueberreuter
      Format: HC
      Seitenzahl: 304
      Genre: Romace
      ISBN: 978-3-7641-7072-1
      Preis: 16,95
      Erscheinungsdatum: 2017
      Altersfreigabe: ab 12 Jahren
      Reihe: Nein
        Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.“
        Eine Liste mit zehn Wünschen.
        Ein letzter Wille.
        Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.
        Die Geschichte von Yara und Noel

        Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Ihre Reise führt sie nach Irland, nach Nordschweden bis in den Regenwald. Doch egal, wie weit sich die beiden von ihrem alten Leben entfernen, die Schatten der Vergangenheit weichen ihnen nicht von der Seite...

        Jeden Tag, seit sie bei ihrer Tante wohnt, geht Yara nach der Schule ins Altenheim zu Phil und liest dem blinden Mann etwas vor. Sie mag den Gedanken ihm zu helfen und gleichzeitig hilft er ihr, nicht kaputt zu gehen.
        Viel zu selten besucht Noel seinen Opa im Krankenhaus und obwohl er sich dafür hasst, kann er nicht anders. Er hat andere Probleme.
        Dann ist Phil plötzlich nicht mehr da und zurück bleibt eine Liste mit zehn Wünschen und ein letzter Wille.
        Phil will, das Yara und Noel die Liste gemeinsam abarbeiten, weil er es nicht mehr kann.
        Doch hinter dieser Liste steckt noch so viel mehr.
        Ich bin kein Fan von der Farbe Pink. Wirklich nicht. Trotzdem finde ich dieses Cover toll. Die Pusteblumen, die Schrift, die Scherenschnitte. Besonder schön finde ich, das das Cover nicht bloß einfarbig ist, wenn man den Schutzumschlag abnimmt. Es ist weiß und hat pinke Elemente, so wie das Schutzcover weiße hat. Die Gestaltung ist mal wieder toll und es wundert mich nicht, dass auch dieses Cover von Alexander Kopainski stammt.
        Zugegeben, ich habe mich lange vor dem Buch gesträubt. Warum weiß ich nicht. Vielleicht weil es so oft genannt wurde. Vielleicht weil es mir zu teuer war, dafür das es so wenig Seiten hat. Vielleicht weil ich ein wenig neidisch war, das manche für dieses Buch mehr ausgeben als für meines, nur weil ich unbekannter bin. Wie auch immer. Als meine Payback-Punkte kurz davor standen zu verfallen, löste ich sie für ein Buch ein, das ich schon lange lesen wollte und mir nur nicht eingestand. Für "Wir fliegen, wenn wir fallen." Es wartete dann noch einige Zeit im Regal auf seinen Einsatz und dann ging es los. Und war relativ schnell wieder vorbei. Ich konnte einfach nicht genug von der Reise von Yara und Noel bekommen. Jedes Kapitel ist abwechselnd aus Yaras und Noels Sicht, jeder hat seine eigene "Handschrift" mit der das Kapitel einen Namen bekommt. Zitate, Sprüche oder ein Gedanke der Figur. Immer wieder taucht im Buch die Polle einer Pusteblume auf, später habe ich auch gesehen, warum es die Pusteblume gibt. 
        Von Beginn an hat man ein Gefühl für die Figuren, kommt ihnen näher und doch nie nah genug. 
        Ava Reed schreibt flüssig, mit Gefühl und hat mir selbst in der S-Bahn hin und wieder ein kurzes Auflachen und Lächeln entlockt.
        Beide haben ihr Päckchen zu tragen und beide haben ihre Geschichte, ihre Vergangenheit und auch ihre Zukunft. Beide machen diese Reise für sich und doch gemeinsam.
        Sie handeln authentisch, sie haben einen Plan.
        Die Anzahl der Charaktere im Buch ist gut gewählt, man weiß stets wer wer ist und auch die Idee des Buches gefällt mir.
        Geschichten mit To-Do-Listen gibt es oft, ich kenne noch nicht so viele. Diese hier hat eine Liste, von der ich mir einige Punkte abschreiben werde.
        Ich habe Höhenangst, aber irgendwann möchte auch ich einmal den Himmel berühren.
        Ich möchte einen Wolf streichend (und einen Fuchs, einen Tiger einen Adler).
        Ich möchte Polarlichter sehen und unter den Sternen schlafen.
        Aber vor allem möchte ich leben.
        Die Geschichte hat einen roten Faden, ihre Handlung ist überzeugend und am Ende abgeschlossen. Zumindest für diesen Teil der Geschichte. Denn das Leben der Protagonisten geht weiter, irgendwie, und ein bisschen darf man erfahren wie.
        Was ich mich gefragt habe ist, ob die Autorin jemals in Venedig gewesen ist. Ich war erst vor wenigen Wochen dort und die Beschreibung der Stadt passt nicht in allem mit dem, was ich dort vorgefunden habe. Und wir hatten richtig Glück, was die Menschenmassen etc. angeht.
        Alles in allem aber eine nette Geschichte für zwischendurch und auch gut als Zweitbuch geeignet, da der Inhalt nicht so schwer zu verfolgen ist.
        Es hat Spaß gemacht zu lesen.
        Ava Reed ist ein Pseudonym, der eigentliche Name der Autorin lautet Sabrina. Seit 2009 lebt sie in Frankfurt am Main, wo sie auch ihr Lehramt-Studium für Haupt- und Realschulen beendet hat.
        Ihre Freizeit gehört neben Büchern auch der Fotografie und dem Zeichnen, das Lesen ist dabei jedoch an erster Stelle. Weil sie andere Welten stets faszinierten, beschloss Sabrina irgendwann ihr eigenes Buch zu schreiben und ihre eigene Fantasie mit den Menschen zu teilen. Seitdem ist sie gefangen und kann es nicht lassen zu schreiben. 
        Im November 2014 startete sie ihr erstes Buch, im Juni 2015 erschien es auf dem Markt. Nun sind es vier und auch Nummer 5 wird 2018 erhältlich sein. 
        Infos zu ihren Werken und ihrer Welt der Bücher gibt es auf ihrem Blog

        Dienstag, 21. November 2017

        Rezension: So lange du schläfst - Antje Szillat



        Titel: Solange du schläfst
        Autorin: Antje Szillat
        Verlag: COPPENRATH
        Format: HC, 15,1 x 2,8 x 21,8 cm
        Seitenzahl: 256
        Genre: Roman
        ISBN: 978-3-64960-291-0
        Preis: 7,99
        Erscheinungsdatum: Juli 2011
        Altersfreigabe: 13-17 Jahre
        Reihe: Nein
          So idyllisch das kleine Dorf Malhausen ist, die sechzehnjährige Anna fühlt sich dort alles andere als wohl. Doch dann trifft sie auf Jerome, der ebenso wie sie ein Außenseiter im Dorf ist, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Trotz zahlreicher Widerstände entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte, bedingungslose Liebe. Eines Abends jedoch, nach einem Dorffest, verschwindet Jerome spurlos und wird am nächsten Tag mehr tot als lebendig auf einem nahe gelegenen Feld gefunden. Schnell verbreitet sich im Dorf das Gerücht, dass Jerome mit Drogen gedealt haben soll. Anna ist verzweifelt und will die Anschuldigungen gegen Jérome einfach nicht glauben. Doch dann hört sie mit einem Mal eine vertraute Stimme in ihrem Kopf und sieht Bilder, die nicht ihrer Erinnerung entstammen ...
          Ich muss sagen, das ich das Cover sehr originell finde. Es ist mal was anderes, weil es kein typisches Hardcover ist, sondern gestanzt. Wie man auf dem Bild hoffentlich erkennen kann, ist das Cover innen leer und man sieht die erste (rote) Seite durchscheinen, auf der auch Titel und Autorinnenname stehen. Ich finde die Idee ganz cool und auch die Rosen passen zum Inhalt, weil Anna sich und Jerome mit Dornröschen vergleicht.
          Das Buch war nett zu lesen und nicht sonderlich anspruchsvoll. Ich hatte ein bisschen mehr Aktion erwartet und dachte es geht hauptsächlich darum, wie Anna versucht mit der Situation klar zu kommen und herausfinden will, was die Ursache war und wer Schuld hat, wie sie mit ihrer Angst und Trauer kämpft etc. Natürlich ist es wichtig vorher zu erklären, wie sich die beiden näher kommen, aber laut Klappentext habe ich einfach etwas anderes erwartet. Tatsächlich geht es erst im letzten Drittel um diesen Inhalt. Ich dachte ich habe ein Buch in der Hand, das für Herzschmerz sorgt und einen gemeinsam mit der Protagonistin hoffen und bangen lässt. Leider war dies nicht so. Interessant fand ich, das die Passagen von Anna (Ich-Perspektive) durchgehen von Passagen über Jerome (dritte Person) abgelöst werden und man bis zum Ende auch erfährt, wie Jerome sich fühlt. 
          Dennoch hat mir die Spannung gefehlt, Anna ist alles ein wenig zu leicht vor die Füße gefallen, mir hat das Zittern und Adrenalin beim Lesen gefehlt und auch mit Anna wurde ich nicht so wirklich warm. Ihre Art war mir manchmal zu übertrieben und auch wenn ich nachvollziehen kann, warum sie ihre Meinung manchmal so beharrlich vertritt, so verhält sie sich die meiste Zeit arrogant und gemein. Genau das anderen dann vorzuwerfen, finde ich hart. Die Autorin schreibt jedoch flüssig und verständlich, was mir gut gefallen hat. Die Geschichte besitzt einen roten Faden und das Ende ist einerseits offen und hinterlässt Fragen, bietet andererseits aber auch Anregungen an die eigene Fantasie, wie es weitergehen wird. Im Grunde hatte ich das Ende erwartet, war mir aber nicht sicher, wie es nun tatsächlich ausgeht. Die Angst war also hin und wieder durchaus da.
          Mich hat gestört, dass im Klappentext steht, das Anna sich nicht wohl fühlt auf dem Land. Das stimmt aber nicht, sie findet es sogar toll dort. Nur eine Hand voll Menschen machen ihr das Leben schwer, wobei sie auch ein wenig selber Schuld ist, weil sie sich auch nicht sonderlich nett verhält (siehe Tina). 
          Eine nette Geschichte für zwischendurch.
          Schon früh entdeckte Antje Szillat das Schreiben für sich, denn bereits mit acht Jahren bannte sie die ersten Geschichten auf das Papier. Den Wunsch später als Schriftstellerin zu arbeiten, wurde sie von da an nicht mehr los. Nachdem sie jedoch anfangs in einem anderen Beruf arbeitete, widmete sie sich dann nach der Geburt von Sohn Nummer 2 endlich ihrem Kindheitswunsch. 
          Mittlerweile ist die, in Hannover geborene, Schriftstellerin erfolgreich im Bereich Kinder, Jugend- und Erwachsenenliteratur vertreten. Mit Buchfigur "Rick" landete sie sogar einen Bestseller im Kinder-Buch-Reihen-Bereich.
          2016 dann schaffte sie es auf die SPIEGEL-BESTSELLER-TOP-10 mit ihrer Kinderbuchfigur Flätscher. 
          Gemeinsam mit ihrem Mann, vier Kindern, Pferden, Hunden, Goldfischen und natürlich ganz vielen Büchern lebt und arbeitet sie heute in Hannover.