Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezension - Wolkenschloss (Kerstin Gier)

@S. Fischer Verlage
Titel: Wolkenschloss
Autorin: Kerstin Gier
Verlag: FJB
Format: Hardcover
Seitenzahl: 464
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-8414-4021-1
Preis: 20,-
Erscheinungsdatum: 2017
Reihe: Nein
    Ein magischer Ort in den Wolken.
    Eine Heldin, die ein bisschen neugierig ist.
    Und das Abenteuer ihres Lebens.

    >Ich blieb stocksteif im Schrank stehen, noch minutenlang, nachdem ihre Stimmen und Schritte verklungen waren. Jetzt erst merkte ich, wie schnell mein Herz schlug. Und allmählich hatte ich das Gefühl, die Luft würde knapp. Ganz vorsichtig drückte ich die Schranktür auf und trat aus meinem Versteck. Zu spät bemerkte ich, dass davor jemand stand. Jemand, der mich genauso überrascht anschaute wie ich ihn. Nur dass er sich viel schneller davon erholte. "Sie an", sagte er und lächelte. "Ein Zimmermädchen in einem Schrank."<
    Fanny Funke aus Arnim bei Bremen ist Jahrespraktikantin im schweitzer Luxushotel "Wolkenschloss", nachdem sie die zehnte Klasse abgebrochen hat und Zuflucht von ihrer Familie sucht. Gemeinsam mit den Angestellten des Hotels feiert sie nicht nur ganz besondere Weihnachten, sondern rutscht neben dem neuen Jahr auch in ein spannendes Abenteuer. Denn nicht alle Gäste sind das, was sie zu sein vorgeben...
    Das Cover ist interessant und nachdem man die Geschichte kennt sogar noch ein wenig mehr. Es ist nicht so ganz meine bevorzugte Farbwahl, aber die vielen kleinen Elemente sind witzig zu entdecken. 
    Ich habe das Buch meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt, und da ich bis zum neuen Jahr noch bei meinen Eltern zu Besuch bin, mein Buch bereits ausgelesen hatte und ja auch recht schnell lese, habe ich die Erlaubnis erhalten das Buch als Erste lesen zu dürfen. Ich war anfangs immer skeptisch, aber meine Mutter mag Kerstin Gier sehr und so nutzte ich die Gelegenheit. Und war positiv überrascht. 
    Das Buch beginnt mit einem kurzen Monolog, der einiges an Spannung verspricht und neugierig macht. Die ganze Geschichte beginnt kurz darauf mit Fanny Funkes erstem Einsatz als Kindermädchen im Wolkenschloss. Daraufhin folgt man der Protagonistin eine Weile durch ihren Alltag als Jahrespraktikantin und lernt den ein oder anderen Gast kennen. Nach einer Weile hatte ich den Prolog schon wieder vergessen und obwohl nicht wirklich viel passierte, war mir beim Lesen nicht langweilig. Die vielen Seiten über der Leben der Praktikantin waren nicht spannend und dennoch spannend genug, dass ich gerne weiterlesen wollte. Kerstin Gier schreibt hier auf eine angenehme, verständliche und flüssige Art ohne viel Trara. Ihre Details sind auf die Gäste des Hotels bezogen und helfen bei der Unterscheidung des Standes, den die Gäste besitzen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. 
    Bei Zeiten waren es mir ein wenig zu viele Namen, die nicht so oft erwähnt wurden (das Hotel hat nicht nur viele Gäste, sondern auch viel Personal) und wenn man wie ich das Buch über mehrere Tage ließt, dann ist man mitunter ein wenig verwirrt. Nachdem ich mir den ein oder anderen Namen aufgeschrieben habe, ging es dann. Viele Personen haben aber wirklich nur eine kleine Nebenrolle und sind letztlich nicht sonderlich wichtig, wenn auch interessant. Sie sind nun mal Hotelgäste und gehörten dazu. Die Protagonistin hingegen war in meinen Augen doch recht authentisch und ihre Reaktionen durchaus realistisch. 
    Anfangs dachte ich (weil ich nur den Klappentext kannte), dass das Wolkenschloss wirklich ein Hotel in den Wolken ist, wurde aber eines besseren belehrt (ein Hotel in den schweizer Alpen ist den Wolken aber schon recht nah). 
    Entlang eines roten Fadens spannte sich die Handlung bis sie schließlich den Moment des Prologs erreichte, der mir dann auch gleich wieder in den Sinn kam. Ich sage nur: Schalldämpfer!
    Wie das Buch ausgeht war mir bis zum Schluss absolut nicht klar, die Handlung jedoch nachvollziehbar und jetzt wo ich weiß, dass es kein Fantasy ist, passt das Genre super.
    Das Buch ist ein Jugendbuch, das sollte jedem klar sein, der sich dessen annimmt. Man darf hier also keine übermäßig großen tragischen Wendungen erwarten. Doch ungeachtet dessen schaffte Kerstin Gier mir nicht nur einige schöne Lesestunden sondern auch mein erstes Buch über Weihnachten und Silvester, in diesem Jahr. Ich würde sagen, ich habe den Moment des Lesens recht gut abgepasst, oder? Immerhin habe auch ich zwischen Weihnachten und Neujahr dieses Buch gelesen. 
    Positiv überrascht. Für alle Fans von Kerstin Giers Jugendbüchern eine klare Empfehlung. Und wer noch ein Weihnachtsbuch ohn kitsch, wildes Geknutsche und unsinnige Dreiecksbeziehungen sucht, der kommt hier auf seine Kosten.
    »Das ›Wolkenschloss‹ ist ein kuscheliges Wohlfühlbuch für stürmische Herbsttage und kalte Winterabende, das sich auch zum Verschenken bestens eignet.«
    Bergischer Bote, 29.09.2017
    »es ist […] der ganz eigene Stil von Kerstin Gier, der ihre Bücher zu 'was Besonderem macht.«
    Simone Sohn, Westdeutscher Rundfunk, 09.10.2017
    »Magisch!«
    Grazia, 26.10.2017
    »Die Gier ist wieder mal groß.«
    Karin M. Erdtmann, Kölner Stadt-Anzeiger, 17.11.2017
    »Atmosphäre schaffen, das beherrscht Kerstin Gier zweifellos.«
    Sandra Heick, Dorstener Zeitung, 17.11.2017
    »Liebenswert, romantisch und voller schrulliger Charaktere: Die deutsche Autorin Kerstin Gier hat wieder ein richtig nettes, flott zu lesendes Buch geschrieben.«
    Doris Wassermann, Westfalen-Blatt, 26.11.2017
    »Eine Meisterin ihres Fachs, ihr ›Backfischroman‹ ist mitreißend und passt sogar zur Jahreszeit. Spannung und Gefühl halten sich die Waage«
    Rheinische Post, 12.12.2017
    »eine wohldosierte Mischung aus Spannung, Herz und Humor«
    Hannelore Piehler, Literaturkritik, 07.12.2017
    1995 veröffentliche Kerstin Gier ihr erstes Buch und legte damit den Grundstein für zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane. Mit ihrer beliebten "Edelstein-Trilogie", so wie der Reihe "Silber" glänzt sie international. Auch die "Müttermafia" und "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" waren ein Erfolg. Heute lebt und arbeitet sie mit ihrer Familie und zwei Katzen nahe Köln. 

    Freitag, 29. Dezember 2017

    Rezension: Straßensymphonie - Alexandra Fuchs

    @Drachenmond-Verlag
    Titel: Straßensymphonie
    Autorin: Alexandra Fuchs
    Format: ebook
    Seitenzahl: ca. 400 Seiten
    Genre: Fantasy
    ISBN: 978-3-95991-179-5
    Preis: 14,90 (Softcover)
      Seit dem Tod meines Vaters hatte sich alles verändert. Eine Bühne betreten und singen – das würde ich nie wieder können, dessen war ich mir sicher.
      Doch dann kam er. Wirbelte alles durcheinander und brachte die Katze in mir zum Fauchen. Gestaltwandler hin oder her, für mich war er nur ein räudiger Straßenköter. Doch seine Band brauchte dringend eine neue Sängerin – und ich jemanden, der mir dabei half, die Musik wieder zu spüren.
      Das Cover ist mir schon vor einiger Zeit ins Auge gesprungen, weil ich es interessant finde. Diese kleine Katze da, neben dem Mädchen, die sagt mir wirklich zu. Nach dem Lesen allerdings frage ich mich, warum das Mädchen eine Gitarre trägt...
      Wie bereits erwähnt wollte ich die Geschichte schon eine ganze Weile lesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich eine der Bloggerinen sein durfte, die das ebook rezensieren. Da es für mich dann ja auch ab zur Familie ging, um dort Weihnachten zu feiern, hatte ich die ideale Begleitung für meine Zugfahrt. Leider wurde meine Freude ein klein wenig gedämpft. Ich muss zugeben, dass ich zwei bis drei Rechtschreibfehler gefunden habe, die zwar nicht dramatisch sind, mir aber dennoch auffielen. Das finde ich aber nicht schlimm und bei der minimalen Anzahl wird dies nicht in die Bewertung einfließen, denn ich weiß selber, wie schnell man so etwas mal übersieht und kein Mensch ist perfekt.
      Die Einführung in das Buch war okay, wenn auch ein wenig schleppend. Ich habe im Laufe des Buches gemerkt, dass ich mit der Schreibweise der Autorin nicht so ganz kompatibel bin. Mir wurden zu oft die äußeren Merkmale und Kleiderwahlen der Figuren (auch Nebenfiguren, die nur einmal vorkamen!) erwähnt und dafür ein wenig die Spannung fallen gelassen. Oft gab es Momente, die mich nervös machten, aber sie waren zu schnell vorbei und für mich nicht dramatisch genug. 
      Alexandra Fuchs schreibt zwar flüssig und verständlich, aber eben in meinen Augen an den falschen Stellen zu detailliert. Auch das ist natürlich Ansichtssache. 
      Die Charaktere waren mir sehr sympathisch, allerdings wurden sie sich auch sehr schnell sehr sympathisch und plötzlich kann keiner mehr ohne den anderen. Was hier im Klappentext erwähnt wird, ist nach 1/3 des Buches bereits passiert. 
      Die Anzahl der Figuren ist angemessen und überschaubar und die Handlung verfolgt einen roten Faden. Es ist nicht von Anfang an klar, wie das Buch ausgeht, was positiv ist. Das Genre passt, allerdings hinterlässt das Buch keine unerwünschte Leere in mir, wie manch anderes Buch wenn es gelesen wurde. Es war eine nette Geschichte und durchaus interessant, aber für mich ein wenig zu lasch. Da ich mich mit ebooks allgemein schwer tue, auch wenn die Bücher gut sind, hatte ich ein wenig zu kämpfen.
      Hätte mir mehr Spannung und weniger Kleidung gewünscht. War für zwischendurch aber ganz nett.

      Sonntag, 24. Dezember 2017

      Rezension: Die 100 - Kass Morgan

      @randomhouse/ Heyne>fliegt
      Titel: Die 100
      Originaltitel: The 100
      Autorin:
      Format: Paperback Klappenbroschur 13,5 x 20,6 cm
      Seitenzahl:
      Genre: Fantasy/ Dystopie
      ISBN: 978-3-453-26949-1
      Preis: 12,99
      Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl
      Erscheinungsdatum: 27.07.2015
      Altersfreigabe: Ab 14 Jahre
      Reihe: Band 1 von 4
        Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ...
        Zugegeben, ich war mit diesem Cover etwas skeptisch. Ich hatte das Buch gebraucht bestellt und war mir lange nicht sicher. Das Buch hat das gleiche Cover, wie die Serie und das bedeutet ziemlich oft, dass es ein Buch zum Film ist (also das Buch nach dem Film noch einmal neu, ihr kennt das?) Ich wollte aber das richtige Buch lesen. Naja, ich habe es bestellt, es war das Richtige und danach war das Cover eher nebensache. Nach wie vor finde ich aber so ein Bild passender für Filme und Serien, als für Bücher. Fragt mich nicht warum ;)
        Ich war erstaunt, dass mir das Buch so zugesagt hat. Es lag eine Weile auf dem SuB und nachdem ich mich durch meinen SuB gewühlt habe, welche Bücher zum letzten Thema der Panem-Challenge passen könnten, war auch dieses dabei. Ich hatte es in wenigen Tagen ausgelesen. Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Personen. Neben Clarke erfährt man auch Infos zu Bellamy, Wells und Glass. Stets in der dritten Person geschrieben und meist mit Infos zu den Nebenfiguren dabei. Man erfährt also nicht nur, was bei den jungen Bestraften einzeln passiert, sondern auch den Zusammenhang. Manchmal überschneiden sich einzelne Momente, oftmals ist es aber eine Ergänzung und Weitererzählung der Handlung aus einem etwas anderen Blickwinkel.
        Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mich zurecht zu finden und mir in Erinnerung zu rufen, wer wer ist. Das hat sich dann aber recht schnell gelegt. 
        Das Buch hat einzelne spannende Momente, die manchmal etwas untergegangen sind, durch die verschiedenen Wechsel. Dennoch kommen mir die Personen authentisch vor und auch ihre Art zu Handeln. Viele wurden zu unrecht bestraft, jedoch wird der Grund dafür später klar. 
        Ich hatte schon das Gefühl, dass die Charaktere gut durchdacht waren und sie waren mir auch recht schnell sympathisch. Es waren nicht zu viele Personen und man kommt relativ gut hinterher.
        Die Idee des Buches finde ich gut und da der erste Band mit einem wirklich richtig gemeinen Cliffhanger aufhört, werde ich mir die anderen Bücher vermutlich noch nach und nach zulegen. Die Serie möchte ich aber wenn überhaupt erst schauen, wenn ich alle Bücher kenne, damit ich mich selber nicht spoiler oder sogar vor dem Weiterlesen grause. Immerhin wissen wir ja, was Buchverfilmungen manchmal machen ...
        Super Auftakt einer Reihe, von der ich gerne mehr lesen möchte!
        Die Autorin dieses Buches ist Kass Morgen, eine studierte Literaturwissenschaftlerin aus Brooklyn. Dort arbeitet sie nicht nur als freie Autorin, sondern auch als Lektorin. Die Serienrechte zum Buch wurden bereits vor Erscheinen des ersten Bandes "Die 100" verkauft! 

        Mittwoch, 20. Dezember 2017

        Rezension: Das Tal 2.4. "Die Entscheidung" - Krystyna Kuhn

        @Arena-Verlag
        Titel: Das Tal. Season 2. Die Entscheidung
        Autorin: Krystyna Kuhn
        Verlag: Arena-Verlag
        Format: Paperback
        Seitenzahl: 240
        Genre: Jugend-Thriller
        ISBN: 978-3-401-06728-5
        Preis: 9,99
        Erscheinungsdatum: 2013
        Altersfreigabe: ab 12
        Reihe: Band 8 von 8
          Ein Spiel ohne Regeln.
          Eine unerfüllte Prophezeiung.
          Und ein Ende,
          dem niemand entrinnen kann.

          Nur wenige Stunden bleiben und nur zu acht können sie das Böse verhindern, das sich in der Welt ausbreitet. Katie, Robert, David und die anderen müssen ins Herz des Tals gelangen, um es zu stoppen und das Geheimnis zu entschlüsseln. Während die Studenten das Undenkbare auf sich nehmen, stürzen immer dramatischere Katastrophen die Kontinente ins Chaos. Und als sie Hilfe von unerwarteter Seite bekommen, stehen die Freunde vor der entscheidenden Frage: Kann nur Vertrauen alles retten?
          Das Cover ist auch diesmal wieder sehr schlicht und verrät nichts von der Geschichte. Der Einband ist genau wie bei den drei vorherigen Bänden der 2. Staffel braun gehalten und trägt wie alle Bänder der 8er-Reihe das Grace-College in der Mitte. Passt sich also gut der Reihe an und fällt nicht merkwürdig aus dem Rahmen.

          Im Grunde beginnt die Geschichte dort, wo sie in Band 2.3 aufgehört hat. Während das Grace-College evakuiert wurde, sitzen die Freunde im Tal fest. Die Welt versinkt in Chaos, der Untergang steht kurz bevor und wie es scheint sind Katie und ihre Freunde die Einzigen, die die Welt noch retten können. Doch die Frage ist: Wie?
          Es ist auch Katie, von der in diesem Buch wieder hauptsächlich die Rede ist. Wie immer gibt es eine Figur, die im Hauptfokus steht und eine zweite, von welcher es einige kurze Einschübe gibt. Alles wird dabei, wie auch in den Büchern davor, in der dritten Person geschrieben. Diesmal ist Katie im Fokus und Robert liefert die Einschübe. Schon direkt am Anfang wird wieder Spannung erzeugt, so dass der Leser gleich wieder im Geschehen eintauchen kann. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, da die anderen Bände schon eine Weile zurück liegen und ich nicht mehr genau wusste, was alles passierrt ist. Im Laufe der Geschichte kamen ein paar Erinnerungen zurück, wenn auch nicht alle. Dem Lesen hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Ich erinnerte mich recht schnell wieder an die Freunde Katie, Julia, Grace, Debbie, Robert, Benjamin, Chris und David. Mehr ist für die Geschichte auch nicht zwingend nötig und auch wenn mir manche Ereignisse nicht mehr präsent waren, hat mich die Geschichte doch wieder gefesselt und nicht losgelassen. Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend und ich wusste lange nicht, wie die Geschichte letztlich ausgehen wird. Krystyna Kuhn hatte ja auch in den vorherigen Bänden überraschende Momente geliefert.
          Auch hier schreibt sie für mich wieder in einem verständlichen, flüssigen und auch recht emotionalen Stil, der mich der Figur Katie näher gebracht hat. Die acht Freunde haben sich verändert, ganz besonders Einzelgängerin Katie. Das war hier spürbar. Zwischendurch gibt es Briefe von Dave Yellad, die dem Leser ein wenig mehr Infos geben, als den Figuren. Da Katie im Fokus stand, das Grace-College evakuiert und die Freunde nicht viel beisammen waren, hat man von den anderen Charakteren sehr wenig mitbekommen und war hauptsächlich bei Katie und Robert, was ich schade fand. Ich hätte mich auch für die Köpfe der anderen interessiert, die meiner Meinung nach etwas zu kurz kamen. 
          Dennoch handeln die Figuren nach meinem Geschmack wieder alle durchaus authentisch und nachvollziehbar. Die Geschichte greift den roten Faden der vorherigen Bücher auf und bringt ihn schließlich zu einem Ende. Da dies der letzte Band ist gibt es keinen Cliffhanger wie üblich. Einige Fragen bleiben offen, aber das ist bei so einer Reihe normal und würde auch zu weit abweichen, daher ist es vollkommen in Ordnung für mich. 
          Super Abschluss einer tollen und spannenden Reihe!
          Krystyna Kuhn ist eine deutsche Autorin aus Würzburg. Nach ihrem Studium in Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte lebte sie zwischendurch auch in Moskau und Krakau, wo sie als Redakteurin arbeitete. Seit 1998 lebt sie nun als freischaffende Autorin für Krimis und Thriller. Heute lebt und arbeitet sie mit ihrer Familie bei Frankfurt.

          Rezension: wtf ist schon normal - Nora Gregory

          @BoD
          Titel: wtf ist schon normal?
          Autorin: Nora Gregory
          Verlag: Books on Demand
          Format: Paperback
          Seitenzahl: 168
          Genre: Roman
          ISBN: 9-783-744-894692
          Preis: 9,99
          Erscheinungsdatum: 16.8.2017
          Reihe: Nein
            De Geschwister Rosa, 15, und Julius, 13 Jahre, wachsen wohlbehütet in einem Vorort von Berlin auf.
            Eines Tages jedoch verkünden ihnen ihre Eltern, dass sie sich trennen, was den Geschwistern zunächst den Boden unter den Füßen wegreißt. Sie müssen sich nun mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ihre gewohnte Normalität nicht mehr existiert. Nachdem sich Rosa allerdings in Fadi verliebt, dessen Vormund der neue Freund ihrer Mutter ist, und Julius sich mit dem Schulchaoten schlechthin anfreundet, merken beide, dass NORMAL wohl nur eine Frage der Perspektive ist.
            Das Cover ist für meinen Geschmack etwas zu nichtssagend und zieht mich auch nicht sonderlich in seinen Bann. Kein Eye-Catcher für mich und meiner Meinung nach auch nicht sonderlich Inhaltbezogen.
            Zu Beginn möchte ich mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe es auf der Buchmesse Berlin erhalten, als ich mit einer Dame ins Gespräch kam, da ich Rezensionen bloggen. Ich habe dann auch recht zeitnah mit dem Lesen des Buches begonnen, sofern ich es zeitlich konnte.
            Gleich am Anfang kündet Rosa schon das Hauptthema an: Ihre Eltern lassen sich scheiden. Von da an wechseln sich die Kapitel zwischen ihr und ihrem jüngeren Bruder ab. Es gibt keine klassischen Angaben von Kapitel 1,2 etc, sondern immer nur Rosa, Julius, Rosa, Julius ...
            Ich muss auch zugeben, dass ich mich mit der Schrift schwer getan habe. Ich fand sie merkwürdig zu lesen, die riesigen >> als Satzzeichen haben mich gestört und alles wirkte auf mich sehr gestaucht. Hin und wieder sind falsche Lehrzeichen und Versetzungslücken zu finden, dies ist leider auch schon am Klappentext zu sehen. Die Kapitel sind in meinen Augen nicht eindeutig nachvollziehbar und immer wieder gibt es große Zeitsprünge ohne Kennzeichen. Zwei Mal ist mir ein kurzer Erzählerwechsel aufgefallen. So befindet sich im Kapitel von Julius, welches wie auch die von Rosa in der Ich-Form geschrieben sind, beispielsweise der Hinweis: "sagte Julius." Ein Mal gibt es auch einen kurzen Absatz in einer anderen Schrift, was ich nicht verstehe und sicherlich ein Versehen war. 
            Hin und wieder hatte ich Probleme damit den Sätzen richtig zu folgen, in meinen Augen erschienen sie merkwürdig und folgten den gleichen Regeln wie der wörtlichen Rede, was mir hin und wieder zu barsch war. Vielleicht sind Kinder in Berlin so, ich weiß es nicht, da ich anderswo aufgewachsen bin, aber mich erschienen sie ein wenig zu ... krass?! Sie kamen mir jedenfalls von ihrer Art oft nicht wie 13 und 15 vor. Hin und wieder fielen mir zeitliche Unregelmäßigkeiten auf und auch der Inhalt war für mich nicht immer nachvollziehbar. Ich weiß nicht viel darüber aber ein Flüchtling, der während seiner Flucht andauernd Selfies schießt und diese anschließend öffentlich auf Facebook teilt, kam mir doch etwas suspekt vor. Ich kann mich aber auch irren, mit der Vermutung, dass ein Flüchtling während der langen und gefährlichen Reise andere Sorgen hat, als Selfies zu schießen. Das nur mein Gedanke.
            Ich kam mit dem Schreibstil nicht sonderlich gut zurecht, auch wenn er flüssig und verständlich ist. Ich kann es gar nicht genau erklären, aber die Geschichte hat mich nicht mitgenommen, es war keine Spannung vorhanden und die im Klappentext angesprochenen Hauptthemen waren mir zu schnell abgehandelt. Es gab zu viel auf einmal, in zu kurzer Zeit und zu unspektakulär. Alles war zusammengestaucht und eintönig.
            Die Protagonsten waren, aus bereits erwähnten Gründen, für mich nicht authentisch und mir auch nicht sympathisch. Ich fand sie anstrengend und, naja irgendwie unsympathisch. 
            Ich kann es gar nicht richtig erklären, aber ich war einfach nicht mitgerissen, schwabte eher so hinterher und las nur, weil ich mich irgendwie verfplichtet fühlte, da ich das Buch ja geschenkt bekommen habe.
            Es tut mir immer leid eine schlechte Rezension zu schreiben und ich möchte daher an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich um MEINE SUBJEKTIVE Meinung handelt und daher nicht ausschlaggebend ist. Dinge, die mir schwer vielen, können anderen durchaus gefallen.
            Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. 
            Ich habe natürlich auch darüber nachgedacht, wie es für andere Altersgruppen sein könnte, konnte jedoch keine Abweichung meiner Meinung darin sehen.
            Da es im Buch keine Danksagung gibt und auch keine helfenden Leute erwähnt wurden, gehe ich davon aus, dass die Autorin alles im Alleingang erledigte. Das würde für mich einige Dinge erklären und ihr raten, sich für weitere Werke Lektoren, Korrektoren und Testleser zu suchen, um etwaige Fehler vor dem Druck zu beheben. Das eigene Auge ist trotz Ausbildung bei den eigenen Texten oft blind.
            Leider für mich nicht überzeugend. 
            Nora Gregory ist Lehrerin aus Brandenburg



            Samstag, 16. Dezember 2017

            Rezension: Hourglass - Myra McEntire (Enthält gekennzeichnete Spoiler!)

            @Goldmann-Verlag
            Titel: Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden
            Originaltitel: Hourglass
            Autorin: Myra McEntire
            Verlag: Goldmann
            Format: Paperback
            Seitenzahl: 384
            Genre: Fantasy
            ISBN: 978-3-442-47563
            Preis: 12,99
            Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Inge Wehrmann
            Erscheinungsdatum: Juni 2012
            Reihe: Band 1 von 3
              Sie kann in die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft. Zusammen sprengen sie die Grenzen der Zeit ...

              Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens Hourglass, scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt - sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in großer Gefar.
              Interessantes Cover, nach dem Lesen allerdings für mich nicht mehr ganz so toll. Ich kann Emerson in dem Mädchen nicht erkennen und die Schmetterlinge aus dem Glas ergeben für mich keinen Sinn. Ich mag lieber Cover, die für mich zum Inhalt beitragen oder zumindest passen, das sehe ich hier leider nicht. Auch nicht in einer Interpretation. Das Cover hat seinen winzigen Reiz nun ganz verloren.

              Ich sage es gleich zu Beginn ganz offen und ehrlich, ich habe mich mit diesem Buch wirklich schwer getan. Zwischenzeitlich, nach 2/3 des Buches, habe ich es abgebrochen und erst etwas anderes gelesen, ehe ich ihm noch eine Chance gab. Das lag aber vor allem daran, dass ich es hasse Bücher abzubrechen und keine allgemeine Rezension schreiben kann, wenn ich es nicht fertig habe. Ich mag angefangene Bücher im Regal nicht. Dann sehe ich sie immer an und denke: Ich will es nicht zuende lesen, aber wenn ich zu lange warte, muss ich nochmal von vorne anfangen, weil ich sonst nicht mehr weiß was passiert ist, und das will ich auch nicht. Also habe ich das Buch zuende gelesen. Zum Glück.
              Dabei fängt das Buch eigentlich gar nicht so uninteressant an. Da ist Emerson, das Mädchen das Menschen aus der Vergangenheit sehen kann und sich selbst für verrückt erklärt. Die seelische Probleme hat, mit denen sie zurecht kommen muss. Alles in erster Hinsicht viel versprechend für einen spannenden Roman. Leider ist dies hier, meiner Meinung nach, nicht geschehen.
              Der Schreibstil an sich ist die meiste Zeit gut, da die Sätzte flüssig und verständlich verfasst sind. Viel mehr hat mir der Inhalt zu schaffen gemacht, da es oft Unstimmigkeiten zwischen zuvor erzähltem und später geschehenem gibt. Ein Beispiel habe ich weiter unten angeführt, da es Spoiler aus dem hinteren Teil des Buches erhält und das jeder selber entscheiden muss.
              Mir fehlt auch an den Figuren die nötige Plastik. Handlungen wiedersprechen sich, Gespräche zwischen den Figuren sind mir nicht authentisch genug, oder genau das Gegentei von authentisch. Die Idee des Buches ist super, aber mir zu wenig durchdacht. Immer wieder machen Handlungen keinen Sinn oder werden geplant, aber anders ausgeführt. Vorherige Situationen bekommen später keine Bedeutung mehr, sind einfach weg, und die Gespräche und Gefühle der Figuren sind mir oftmals zu realitätsfern. 
              Zeitreise-Geschichten gibt es mittlerweile viele, diese hier ist meiner Meinung nach nicht gut genug durchdacht. Das Nowikok-Prinzip ist mit zwar neu, das war es aber auch schon. Es gibt keine Spannung, für Emerson ist ihre Fähigkeit selbstverständlich und lernen muss sie auch nichts mehr. Ich komme damit nicht zurecht, es langweilt und die komischen Gespräche haben mich genervt.
              Auch das Ende führt nicht dazu, dass ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Für mich ist Endstation. 


              Zum Inhalt ACHTUNG SPOILER!
              Es gab immer wieder Unstimmigkeiten, die mich gereizt haben:
              Emerson gesteht Michael mehrfach ihr Empfinden für ihn, wird barsch abgewiesen ohne einen sichtbaren Grund und ist nicht einmal verletzt. Ich verstehe auch nicht, warum es Thomas (ihrem Bruder) so wichtig ist, dass die beiden keine Beziehung haben, wo er ihr doch scheinbar gut tut. Und ich verstehe nicht, wieso es Thomas von Anfang an so wichtig war. Nicht immer besteht zwischen "Geschäftspartnern" ein sexuelles Begieren.
              Dann gibt es die Stelle, wo sie Liam zurück holen. Sie planen alles für die Zeitreise in die Vergangenheit und besorgen sogar alte Banknoten, damit sich Liam in der Vergangenheit für 6 Monate verstecken kann, ehe er wieder auftaucht. Dabei nimmt Emerson ihn mit in die Zukunft, weshalb ich mich frage, warum der ganze Stress? Warum Geld klauen? Und das es gemacht wurde wird auch nicht mehr erwähnt. Solche Unstimmigkeiten passieren leider in der Geschichte sehr oft.
              Michael wird mir zu wenig durchleuchtet. Angeblich kann er in die Zukunft sehen und reisen, aber später braucht Emerson ihn dafür nicht, sie kann es auch durch Cat, wobei vorher gesagt wird, dass es eher eine Symbiose der Fähigkeiten von Cat und Em oder Michael ist. Warum kann Michael Menschen aus der Vergangenheit sehen, wenn er doch eigentlich die Zukunft sehen sollte und Em kann das aber nicht? Es wird mir zu wenig auf Michael und sein Talent eingegangen.
              Hab es nur ausgelesen, weil ich es nicht mag abzubrechen. War aber ziemlich anstrengend und die Geschichte an sich ist toll, aber leider für mich nicht spannend genug erzählt. Hier fehlt mir diese gänzlich.
              "Hourglass‘ ist durch und durch ein Pageturner, der begeistert und es sehr schwer macht, auf die Fortsetzung zu warten." - Love Letter (01.06.2012)
              "'Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden' bietet alles, was gute Unterhaltung ausmacht." - Literaturmarkt.info (21.05.2012)
              "Eine Zeitreiseromanze mit viel Suchtpotential, die spannend und berührend zugleich ist." - Happy-end-buecher.de (16.05.2012)
              Myra Mcentire ist eine Autorin aus dem County-Ort Nashwille in Amerika. Dort zieht sie sich gerne in ihre Fantasie zurück und bannt diese auf Papier. Mit Hourglass ist ihr erster Roman in die Welt hinausgeschickt worden.