Dienstag, 9. Januar 2018

Rezension: Nach jedem Regen: Wolfsliebe 1 - S.M.A. Goetze

@Paramon-Verlag
Titel: Nach jedem Regen: Wolfsliebe
Autorin: S. M. A. Goetze
Verlag: Paramon-Verlag
Format: Taschenbuch mit flexiblem Einsatz
Seitenzahl: 385
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-0383031-52
Preis: 12,90
Erscheinungsdatum: 15.03.2017
Reihe: Band 1 von 3
    Wenn man das einzige menschliche Mitglied einer Werwolffamilie ist, ist das Leben nicht so einfach wie das manch anderer Menschen.
    Wenn man dann über seine Freunde und die eigene Familie in den ungünstigsten Situationen noch lauter Dinge erfährt, von denen man bisher nichts ahnte, wird es noch erheblich komplizierter.
    Und wenn man dann noch zum Spielball eines Familienkonflikts wird, ist man im Leben der 18jährigen High-Scholl-Absolventin Catherine Beneton angekommen.
    Das Cover ist interessant gemacht, sieht für mich allerdings eher weniger wie ein Fantasy-Roman aus. Was mich erstaunt hat war, dass die Autorin selbst auf ihrem Cover ist. Daran ist ja an sich nichts ungewöhnliches, aber zuvor gesehen habe ich es noch nicht :)
    Zunächst möchte ich Sophie und auch dem Paramon-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danken. Ich habe mich sehr über die Möglichkeit gefreut das Buch lesen und rezensieren zu dürfen.
    Nun zu meiner Meinung.
    Zu Beginn fand ich die Geschichte recht interessant. Nach einem kurzen Inhaltsverzeichnis, bei welchem bereits alle Kapitelüberschriften mit Seitenzahlen vermerkt wurden, folgt ein Gedicht eines unbekannten Autors über Wölfe, ehe es mit einem Prolog und der eigentlichen Geschichte beginnt. Die Zeit des Buches ab Kapitel 1 dann spielt einige Zeit nach dem Prolog und verläuft geradlinig an einem roten Faden entlang.
    Mit der Protagonistin kam ich nur semi-gut zurecht. Ihre Art war mir manchmal ein wenig zu nett, ihr Bruder mir zu aufdringlich und intim. Das hat sich zwar später begründet, genervt hat es mich aber irgendwie trotzdem. Das ganze war mir ... zu nah!
    Die Beziehung zu Cat und Elijah hingegen war mir viel zu distanziert, hat kaum Beachtung gefunden und mich hätte mehr ein Kennenlernen interessiert und nicht so viel "heile Welt". Es war mir tatsächlich im ganzen Buch einfach zu harmonisch.
    Damit möchte ich auch auf den Spannungspunkt zu sprechen kommen, denn die hat mir leider auch gefehlt. Zu wenig Reibereien, zu wenig Drama, zu wenig Momente voller Angst beim Lesen, was als nächstes passiert. Ich habe den Kick nicht gefunden.
    Auch wenn Sophie sehr verständlich und flüssig schreibt, hatte ich mit dem Inhalt meine Probleme. Ich habe den Sinn nicht gesehen, wieso diese Ereignisse geschildert wurden, weil an ihnen nichts besonderes war. Klar, es waren jetzt auch nicht nur so Lappalien, aber dennoch: Mir fehlte die Aktion!
    Irgendwann war ich genervt, dass die Protagonistin andauernd getragen wird (mit Begründung) und kaum noch irgendwo alleine hingehen kann. An ihrer Stelle würde ich durchdrehen. Und zwar auch hohem Niveau.
    Hinzu kommen die Eigenschaften der Wölfe, die schlicht und ergreifend zu perfekt sind. Unsterblich, Unverwundbar, perfekte Optik, Talente etc. Das sind nur wenige Informationen. Tatsächlich kam es mir so vor, als wären hier die Eigenschaften von Vampir Edward und Werwolf Jacob aus Twilight kombiniert worden, um einen perfekten "Menschen" zu erschaffen. Daran ist nichts auszusetzen, aber es nimmt mögliche Spannungsmomente einfach weg, wenn den Figuren nichts passieren kann, außer ihre Selbstbeherrschung zu verlieren. Und auch das tun sie leider eher nicht. Durch die hier ausgelebte Perfektion, die für mich keine plausible Begründung beinhaltet, waren diese Figuren für mich unglaubwürdig und irgendwann nervend.
    Überraschenderweise kam ich jedoch recht flüssig durch den Text ohne sonderlich große Längen zu empfinden, was für den Schreibstil der Autorin spricht. 
    Das Genre passt gut, das Ende ist nicht sonderlich spannend. Es gibt keinen richtigen Cliffhanger, das Buch könnte theoretisch auch ein Einzelband sein. Erst der Klappentext von Band 2 macht wieder neugierig auf mehr. 
    Die Figuren waren mir zu "perfekt" geformt, die Beziehungen für mich an den falschen Stellen "zu intim".
    S. M. A. Goetze, mit vollen Namen Sophie Marie Alexandra Goetze erblickte 1995 das Licht der Welt. Schon in ihrer Kindheit besaß sie eine große Fantasie und tauchte damit gerne in die fantastische Welt der Bücher ein. Während ihres Medizinstudiums begann sie wissenschaftliche Aspekte mit der fantasitschen Welt zu verbinden und eigene Texte zu kreieren.